In letzter Zeit habe ich Probleme mit dem einschlafen. Zugegeben, das ist nicht völlig neu, aber es fühlt sich anders an als sonst. Vielmehr bin ich mir der Tatsache bewusst, dass ich müde bin, mich aber etwas (meine Gedanken) davon abhalten einzuschlafen. An der Stelle würde ich gerne einen halbfertigen Text hier veröffentlichen, der mir nicht so gut gefällt, dass ich ihn auf Instagram veröffentlichen werde, aber der äußerst gut zu dieser Situation passt. Dieser Text bzw das scheitern dieses, ist der Auslöser, für diesen Post.
Mich trennt eine dünne Wand von meinem Ziel. Zwischen mir und dem Land der Träume liegt nur ein Schritt, den ich jedoch nicht überqueren kann. Wieder schaue ich die Decke an. Ich muss schlafen, aber meine Gedanken lassen es sich nicht zu. Manchmal bin ich so nah dran, kurz davor einzuschlafen Habe ich eigentlich schon meinen Wecker gestellt? Ich bin so nah dran, meine Gedanken beruhigen sich. Eigentlich muss ich nochmal aufs Klo. Vielleicht war es das jetzt, ich bin bereit einzuschlafen Wie soll ich eigentlich jemals eine Arbeitsstelle finden, in dieser wirtschaftlichen Lage?
Gedanken
Es ist ein eigentlich sehr kleiner, jedoch effektiver Teufelskreis. Er beginnt damit, dass ich an dem Tag nicht so viel erreicht habe, wie ich es gerne hätte. Die Gründe dafür sind verschieden, aber für das Thema nicht konkret relevant. Jedenfalls kann ich deshalb nicht schlafen, bzw kann ich nicht aufhören, daran zu denken, was dieser unproduktiver Tag für Konsequenzen hat und wie ich es in Zukunft verbessern könnte und dadurch, kann ich dann nicht schlafen. Das Resultat davon, ist, dass ich dann Stunden wach in meinem Bett, in völliger Dunkelheit, stille und ohne einzuschlafen, liege. Wohl wissend, dass das nicht produktiv ist.
Müdigkeit
Die zweite Stufe des Teufelskreises ist dann der Tag (eigentlich eher die Stunden, weil ich erst weit nach 0 Uhr einschlafe) danach. Ich wache auf und merke unmittelbar den Unterschied im Vergleich zu den Tagen, an denen ich genug Schlaf bekomme. Damit stehe ich dann vor der entscheidung, ob und wann ich mir Koffein zu gemüte führe. Das Problem dabei ist die kürze der daraus resultierenden Phase der wachheit. Es reicht nicht einmal im Ansatz, damit ich den Tag über produktiv sein kann. Daraus resultiert dann ein weiterer unproduktiver Tag, weil ich spätestens nach der Uni überhaupt keine kognitiven Kapazitäten mehr habe.
Der Kreislauf
So schließt sich der Kreis, in welchem ich werde viel schlaf bekomme, noch wirklich Produktiv sein kann. So sahen meine letzten paar Tage aus, obwohl ich dazu sagen muss, dass der Schlaf von gestern auf heute ziemlich gut war. Nun kann ich nur hoffen, dass das auch so bleibt.
Wieso das Ganze?
Aufmerksame leser*innen ist natürlich aufgefallen, dass dieser Kreis irgendwo durch irgendwas angefangen haben muss. Durchaus ist der Auslöser relativ banal, aber trotzdem will ich ihn euch nicht vorenthalten.
Werde ich reich oder arbeitslos?
Als Informatikstudent besteht das Leben aus grob gesagt zwei Phasen:
- “Wow, ich habe so viele Möglichkeiten und werde mal unfassbar reich”
- “Ich kann viel zu wenig, AI wird mich ersetzen und schon jetzt brauch man als Berufseinsteiger x Jahre berufserfahrung”
Nunja, momentan befinde ich mich in der 2. Phase (mit Aussicht, da auch bald wieder rauszukommen). Das Schlimmste ist, dass mir stets bewusst ist, dass sich diese Phasen mit einer Periode von ungefähr 6 Monaten wiederholen. Hier ein kleines Diagramm zur veranschaulichung:

Im Endeffekt gibt es dafür keine richtige Lösung. Ich muss einfach hoffen, dassq die Phasen, wo ich an mir und meinem Lebensweg zweifle, nur von kurzer Dauer sind und mich nicht zu stark beeinträchtigen.