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Unerfüllte Wünsche

Ich will mich nicht mehr spüren. Ich will mich zerstören, nie wieder aufwachen, wenn die Sonne aufgeht. Das Rauschgift in meinem System soll mich nichts mehr spüren lassen. Ich möchte mich selbst und alles, was mich besorgt, vergessen. All die angestauten Emotionen betäuben. Ohne Angst in die Zukunft gehen können. Ich will mich selber verstehen, wissen, warum ich so bin, wie ich bin, weshalb ich so fühle und denke. All das in mir endlich artikulieren können. Einen Weg finden, mit all dem umzugehen. Ich will nicht mehr an meinem Wert zweifeln, sondern wissen, dass ich geliebt werde. All meine Gedanken sind wie eine Horde Bienen in meinem gesamten Körper. Ich will den Wunsch haben, weiter zu leben.

Hintergründe und Enstehung

An machen Tagen will ich ruhe von meinen Gedanken. Nicht mehr überflutet werden mit den dingen, die mich in den Wahnsinn treiben. Es war so ein Tag. Ich schrieb meine Gedanken auf, den Wunsch, nichts mehr zu fühlen. Am Ende ist mir aber eine Sache bewusst geworden. „Ich will den Wunsch haben, weiterzuleben“. Neben all den Forderungen in diesem Text, ist dieser der Wichtigste. Ein interessantes Detail noch: Der Titel „Unerfüllte Wünsche“ ist eine direkte Hommage an einen meiner grausamsten Texte „Unerfüllter Traum“. Dieser Text ist bis jetzt noch nicht von mir veröffentlicht worden und das wird wahrscheinlich auch so bleiben. In diesem Text geht primär, um den Wunsch zu sterben, deswegen ist der letzte Satz auch ein Widerspruch zu diesem Text und symbolisiert meine Entwicklung.